____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Cockayne-Syndrom
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Das Cockayne-Syndrom (CS; auch Neill-Dingwall-Syndrom) ist eine seltene, progrediente, autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung, welche mit einer verkĂŒrzten Lebenserwartung einher geht. Sie ist hauptsĂ€chlich durch einen verhĂ€ltnismĂ€Ăig kleinen Kopf (Mikrozephalie), geringe Gewichtszunahme und ein beeintrĂ€chtigtes Wachstum charakterisiert.cite-ref-0-1-0[1]cite-ref-1-2-0[2] Andere hĂ€ufige Symptome sind eine verzögerte, mit dem Fortschreiten der Erkrankung rĂŒcklĂ€ufige Entwicklung, Hör- und Sehminderung (fortschreitendem bilaterale Hörminderung bis zu Gehörlosigkeit, Katarakt, retinale Dystrophie, Photophobie), MuskelschwĂ€che, Kontrakturen der Gelenke, Lichtempfindlichkeit der Haut (PhotosensibilitĂ€t) und eine vorzeitige Alterung. Erste Symptome sind in seltenen FĂ€llen bereits prĂ€natal oder kurz nach der Geburt vorhanden, bei den meisten betroffenen Individuen treten sie jedoch erst nach dem ersten Lebensjahr oder spĂ€ter in Erscheinung. Dies erschwert in den meisten FĂ€llen eine frĂŒhe Diagnosestellung. Allgemein besteht eine hohe klinische VariabilitĂ€t zwischen den einzelnen Betroffenen.cite-ref-2-3-0[3]cite-ref-4[4]cite-ref-3-5-0[5]
Contents
âą Namensherkunft
âą Ursache
âą Aussehen
âą Immunsystem
⹠Persönlichkeit
âą Weitere Symptome
âą Progerie
âą Klassifizierung
âą Diagnose
âą Behandlung
âą Prognose
âą HĂ€ufigkeit
âą Forschung
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Namensherkunft
Das Cockayne-Syndrom ist nach dem englischen Arzt Edward Alfred Cockayne (1880â1956) benannt, welcher 1936 ein Geschwisterpaar beschrieb, das die fĂŒr CS typischen Merkmale aufwies.cite-ref-6[6] Zehn Jahre spĂ€ter wurde ein zweiter Artikel von Cockayne ĂŒber die Geschwister veröffentlicht, in welchem er deren Entwicklung dokumentierte, sowie ausfĂŒhrlichere Informationen zu Familiengeschichte und Geburtsgewicht gab.cite-ref-7[7] Im Jahr 1950 berichteten Catherine A. Neill und Mary M. Dingwall ĂŒber zwei BrĂŒder, welche vergleichbare Symptome wie die von Cockayne beschriebenen Geschwister aufwiesen. In ihrem ausfĂŒhrlichen Artikel verglichen sie die Erkrankung aufgrund der Entdeckung von Kalkablagerungen im Gehirn der Betroffenen und anderer Anzeichen vorzeitiger Alterung mit dem Hutchinson-Gilford-Syndrom (Progerie) und dem Werner-Syndrom.cite-ref-8[8]
Ursache
Das Cockayne-Syndrom zĂ€hlt zusammen mit Xeroderma pigmentosum (XP) und Trichothiodystrophie (TTD) zu den Nukleotidexzisionsreparatur-Erkrankungen (DNA-Reparatur). Betroffene haben in der Regel eine Mutation im CSA-Gen (ERCC8-Gen auf Chromosom 5, Genlocus q12.1) oder CSB-Gen (ERCC6-Gen auf Chromosom 10, Genlocus q11). In sehr seltenen FĂ€llen liegt eine Kombination aus einer CS-Mutation und einer XP-Mutation (XPB/ERCC3, XPD/ERCC2, XPG/ERCC5) vor.cite-ref-2-3-1[3] (fĂŒr einen Ăberblick zu Beziehungen zwischen NER-Faktoren und assoziierten Erkrankungen siehe die Veröffentlichung von Ferri, Orioli, & Botta, 2020.cite-ref-9[9]). Diese Gene enthalten Information fĂŒr die Proteinbiosynthese, welche an der Reparatur geschĂ€digter DNA beteiligt sind. Wenn die DNA von Zellen geschĂ€digt und nicht durch entsprechende Proteine repariert wird, sind die Zellen in ihrer Funktion eingeschrĂ€nkt und sterben ab. Dieser Prozess ist ein Teil der normalen Alterung des Menschen.
Dass ein Defekt in der transkriptions-gekoppelte Nukleotidexzisionsreparatur (tc-NER) allein die Ursache des klinischen Krankheitsbildes ist, wird von verschiedenen Forschenden in Frage gestellt, da dieser nicht alle Merkmale von CS erklÀren kann.cite-ref-1-2-1[2] Es wird vermutet, dass auch andere CS-Proteine eine Rolle spielen.cite-ref-10[10] und diskutiert, ob mitochondriale Dysfunktionen und Defekte der Basenexzisionsreparatur ursÀchlich an der Entstehung des klinischen Krankheitsbildes beteiligt sind.cite-ref-11[11]cite-ref-12[12]
Liegt eine klinische CS-Diagnose vor, welche jedoch nicht durch Mutationen auf dem CSA oder CSB Gen bestÀtigt werden kann, könnte die Ursache bei einer Mutation auf dem MORC2 Gen vorliegen.cite-ref-13[13]
Merkmale und Symptome
Abgesehen von der Mikrozephalie, der beeintrĂ€chtigten Gewichtszunahme und beschrĂ€nktem Wachstum, welche bei allen Betroffenen auftreten und mit dem Fortschreiten der Erkrankung ein Plateau erreichen, auf dem sich das Wachstum einpendelt bzw. stoppt, gibt es eine Vielzahl von weiteren Merkmalen, welche auftreten können, aber nicht zwingend auftreten mĂŒssen und deren Beginn und AusprĂ€gung sich zwischen den einzelnen Betroffenen teils stark unterscheidet.
Aussehen
Kinder mit Cockayne-Syndrom haben in der Regel keine Gesichtsfehlbildungen, die zu einer frĂŒhen Diagnose beitragen könnten. Zu Beginn ihres Lebens erscheinen bei manchen Kindern die Augen klein und eingesunken (Enophthalmie). Dieses Merkmal entwickelt sich mit der Zeit bei allen Betroffenen und steht hĂ€ufig in Verbindung mit einem fortschreitenden Verlust von subkutanen und orbitalem Fettgewebe (Lipatrophie).cite-ref-1-2-2[2]cite-ref-2-3-2[3] Dadurch können auch Nase, Kinn und Ohren besonders prominent erscheinen. Andere Autoren beschreiben Kieferfehlstellungen (wie Retrognathie und Mikrognathie), einen hoch gebogenen, verschmĂ€lerten Gaumen und verschiedene weitere dentale Merkmale wie Zahnengstand, Hypodontie, Mikrodontie, Radikulomegalie (sehr lange Zahnwurzeln) und Zahnschmelzhypoplasie.cite-ref-14[14] Weitere beschriebene Merkmale sind trockene Haut sowie trockenes, dĂŒnnes bzw. lichtes Haar.cite-ref-0-1-1[1]cite-ref-1-2-3[2]cite-ref-2-3-3[3]
Wachstumsstörung und Mikrozephalie
Ein eingeschrĂ€nktes Wachstum ist meist das erste Symptom der Erkrankung. Der Beginn der Wachstumsverzögerung tritt in seltenen FĂ€llen bereits vor der Geburt auf, meist aber im Laufe der ersten Lebensjahre oder spĂ€ter (siehe Klassifizierung). Zeitpunkt des Auftretens und Schweregrad bzw. Abweichung zum erwarteten Wachstum verlaufen in der Regel parallel zum Auftreten und Schweregrad anderer Symptome. Nach einer anfĂ€nglich rasch abflachenden Wachstumskurve â im Vergleich zu gesunden Gleichaltrigen â pendelt sich das Körpergewicht auf einen bestimmten Wert eincite-ref-8-15-0[15]. Da das GröĂenwachstum sich ebenfalls verlangsamt, kann trotz einer groĂen Abweichung zu Gleichaltrigen der BMI fĂŒr leichter Betroffene im normalen oder unteren normalen Bereich liegen; fĂŒr schwerer Betroffene liegt er dagegen in der Regel unter dem normalen Bereich.cite-ref-3-5-1[5] Im spĂ€ten Stadium der Erkrankung kann es zu einem moderaten Gewichtsverlust kommen.cite-ref-2-3-4[3]
Eine fortschreitende Mikrozephalie ist ein Merkmal, das ebenfalls alle Erkrankten betrifft. Bei der Geburt liegt der Kopfumfang hĂ€ufig noch innerhalb des normalen Bereichs oder im unteren normalen Bereich der Wachstumskurve. Vereinzelt kann die Mikrozephalie aber auch bereits bei der Geburt vorhanden sein. Durch ein reduziertes Wachstum kann der Kopfumfang von stĂ€rker betroffenen Individuen nach einiger Zeit unterhalb die dritte Perzentile der Wachstumskurve fĂŒr das entsprechende Alter fallen.cite-ref-2-3-5[3] Bei Betroffenen, bei denen erste Symptome hingegen erst spĂ€ter auftreten, kann das Wachstum bis zum 10. Lebensjahr unauffĂ€llig sein.cite-ref-3-5-2[5]
Sensorisches System: Hören und Sehen
Ein bilateraler, sensorineuraler Gehörverlust ist hÀufig bei CS. Der Zeitpunkt des Auftretens variiert und neurologische und kognitive BeeintrÀchtigungen können eine Diagnose erschweren. Es scheint ein Zusammenhang der Schwere des Gehörverlusts mit dem gesamten Schweregrad der Erkrankung zu bestehen.cite-ref-2-3-6[3]
Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Augen (Photophobie) betrifft ebenfalls etwa die HĂ€lfte der Betroffenen.cite-ref-1-2-5[2]cite-ref-2-3-8[3] Von einem verringerten oder fehlenden TrĂ€nenfluss und verkleinerten Pupillen mit Widerstand der Erweiterung wurde ebenfalls berichtet.cite-ref-2-3-9[3] Eine VerĂ€nderung der Pigmentierung der Netzhaut (Netzhautdystrophie) wurde hĂ€ufig als herausragendes Merkmal beschrieben, oft einhergehend mit einem sogenannten âSalz-und-Pfeffer-Fundusâ. Dies scheint jedoch erst im spĂ€ten Stadium klinisch relevant zu werden und parallel zum gesamten Schweregrad der Erkrankung zu verlaufen.cite-ref-1-2-6[2]cite-ref-2-3-10[3]
Knochen, Gelenke und Muskulatur
Progrediente Muskel- und Gelenkversteifungen (Kontrakturen) sind ein hÀufiges Merkmal von CS-Betroffenen. Teilweise bestehen die Probleme bereits nach der Geburt, sie können aber auch erst spÀter auftreten. Die unteren ExtremitÀten sind in der Regel stÀrker betroffen als die oberen.cite-ref-1-2-7[2]cite-ref-2-3-11[3]
Eine Muskelhypotonie des Rumpfes tritt ebenfalls hĂ€ufig auf, bei neurologisch stĂ€rker Betroffenen oftmals in Kombination mit einer Muskelhypertonie der Arme und Beine. Die SchwĂ€che des Rumpfes begĂŒnstigt eine progrediente Verformungen der WirbelsĂ€ule wie Skoliose und Kyphose, welche ebenfalls hĂ€ufig beschrieben werden.cite-ref-1-2-8[2]cite-ref-2-3-12[3] Die teilweise und bei neurologisch stĂ€rker Betroffenen vermehrt auftretende erhöhte Spannung in den Beinen kann zu Problemen mit der HĂŒfte (HĂŒftdysplasie bis HĂŒftsubluxation) beitragen.cite-ref-2-3-13[3]
Teilweise wurde von Osteoporose bei Ă€lteren Betroffenen berichtet, aber es ist unklar, ob es sich dabei um ein spezifisches Merkmal oder die Konsequenz einer eingeschrĂ€nkten MobilitĂ€t handelt. Eine HĂ€ufung von KnochenbrĂŒchen wurde nicht beobachtet.cite-ref-2-3-14[3]
Dermatologische Merkmale
Eine pathologische Lichtempfindlichkeit der Haut (PhotosensibilitĂ€t) galt lange als Hauptmerkmal von CS, vor allem aufgrund des zugrundeliegenden DNA-Reparaturdefekts und der daraus resultierenden SensibilitĂ€t der Zellen auf UV-Licht. Klinisch leiden jedoch nur etwa ein Drittel bis drei Viertel der Betroffenen an PhotosensibilitĂ€t.cite-ref-1-2-9[2]cite-ref-2-3-15[3] Diese haben bereits nach kurzer Sonnenexposition einen leichten bis schweren Sonnenbrand. Bei manchen Individuen wird das Auftreten von pigmentierte Hautflecken auf sonnenexponierten Hautarealen beschrieben. Menschen mit einer CSA- oder CSB-Mutation haben kein erhöhtes Risiko fĂŒr das Auftreten von Hautkrebs.cite-ref-1-2-10[2]cite-ref-2-3-16[3] Individuen mit einer zusĂ€tzlichen Mutation in einem XP-Gen, die ebenfalls dem Cockayne-Syndrom zugeordnet werden, leiden unter einer extremen Form der PhotosensibilitĂ€t (Xeroderma pigmentosum) und erhöhtem Risiko fĂŒr Hautkrebs.cite-ref-2-3-17[3]
Teilweise wurde von einer fehlenden oder verminderten SchweiĂabsonderung, trockener, juckender Haut, einer subtilen Dystrophie der NĂ€gel, von Atrophie der Haut, Livedo reticularis und Ădemen an den ExtremitĂ€ten berichtet.cite-ref-2-3-18[3]
Neurologische Merkmale
Es gibt eine Vielzahl von neurologischen Symptomen, die je nach Beginn und Schwere der Erkrankung bei einzelnen Betroffenen unterschiedlich stark auftreten. Bei Betroffenen mit einem frĂŒhen Beginn erster Symptome werden Hypertonie der GliedmaĂen und Spasmen beobachtet. Durch eine zunehmende neurologische Dysfunktion nimmt die Geschwindigkeit der Sehnenreflexe ab. Symptome, die durch VerĂ€nderungen des Kleinhirns ausgelöst werden und bei fast allen Betroffenen auftreten, sind beispielsweise Störungen in der Bewegungskoordination (Ataxie) und Muskelzittern (Tremor). Ataxie und Tremor können bei anfĂ€nglich normaler Entwicklung erste Anzeichen fĂŒr die Erkrankung sein. KrampfanfĂ€lle wurden gelegentlich beschrieben und kommen im Vergleich zur gesamten Bevölkerung etwas hĂ€ufiger vor.cite-ref-1-2-11[2]cite-ref-2-3-19[3] Wenn Sprache erworben wurde, können Sprachstörungen auftreten.cite-ref-2-3-20[3]
Zu Beginn des Lebens sind Magnetresonanztomographie- und Computertomographie-Aufnahmen des Gehirns selbst bei frĂŒh und stark Betroffenen meist unauffĂ€llig. SpĂ€ter können Verkalkungsprozesse an verschiedenen Orten im Gehirn, Anomalien der weiĂen Substanz (Dysmyelinisierung und Hypomyelinisierung), Verlust der weiĂen Substanz (Demyelinisierung), vergröĂerte zerebrale Ventrikel und Atrophie auftreten.cite-ref-1-2-12[2]cite-ref-2-3-21[3]
Entwicklungsverzögerung
Die Entwicklung der Betroffenen ist unterschiedlich stark beeintrÀchtigt (siehe Klassifizierung). Die Schwere der BeeintrÀchtigung steht in der Regel in Zusammenhang mit dem gesamten Schweregrad der Erkrankung. Bei allen Betroffenen kommt es im spÀten Stadium der Erkrankung zu einem neurologischen Abbau, welcher mit einer Verringerung der kognitiven FÀhigkeiten einhergeht.cite-ref-2-3-22[3]cite-ref-3-5-3[5]
Leber, Niere und Blutdruck
Die Leberenzyme von Betroffenen sind hĂ€ufig leicht erhöht (Transaminasenanstieg), jedoch ohne klinische Bedeutsamkeit. Gelegentlich wurde von einer vergröĂerten Leber berichtet.cite-ref-2-3-23[3]
Von Problemen mit der Niere wurde gelegentlich berichtet, aber diese sind nicht gut dokumentiert. Gelegentlich wurde von Bluthochdruck und Proteinurie berichtet, welche zu progressiven Nierenversagen fĂŒhren können. Von einem akuten nephrotischen Syndrom und akutem Nierenversagen wurde vereinzelt in spĂ€ten Stadien der Erkrankung berichtet. Dabei ist hĂ€ufig unklar, ob es die Folge von chronischer Nierenproblemen ist oder durch andere pathologischen Prozesse verursacht wurde.cite-ref-1-2-13[2]cite-ref-2-3-24[3]
Immunsystem
Betroffene erkranken im Allgemeinen im Vergleich mit der allgemeinen Bevölkerung nicht hĂ€ufiger an Infekten.cite-ref-1-2-14[2] Generell kann jedoch jede schwere virale oder bakterielle Infektion zu einem Verlust von FĂ€higkeiten fĂŒhren, welche je nach allgemeiner Verfassung nicht oder nur sehr langsam wiedererlangt werden. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann das Immunsystem aber durch Symptome wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus beeintrĂ€chtigt sein.cite-ref-2-3-25[3]cite-ref-3-5-4[5]
Persönlichkeit
Weitere Symptome
HĂ€ufig anhaltend kalte HĂ€nde und FĂŒĂe, unabhĂ€ngig vom Schweregrad; Verdauungsstörungen sowohl in Form von Obstipation als auch dĂŒnnen StĂŒhlen; Schlafstörungen (insbesondere bei neurologisch stĂ€rker Betroffenen); schwaches Schreien nach der Geburt bei Individuen mit frĂŒhem Beginn erster Symptome; wiederkehrende Atemwegserkrankungen, hĂ€ufig aufgrund von Problemen der SchluckfĂ€higkeit und Aspiration; gelegentlich verĂ€nderter Zuckerstoffwechsel und Diabetes mellitus, beginnend im zweiten Lebensjahrzehnt; gelegentlich Atherosklerose und Durchblutungsstörungen.
Progerie
Manche Symptome wie der Verlust von subkutanem Fett, progredienter Hörverlust, kognitiver Abbau, Nierenerkrankungen, Atherosklerose, chronischer Bluthochdruck und Diabetes erinnern an spezifische Zeichen des normalen Alterns und treten bei CS Betroffenen zu einem deutlich frĂŒheren Zeitpunkt auf, als bei der restlichen Bevölkerung. Jedoch gehören viele der neurologische Merkmale, ebenso wie die Degeneration der retinalen Pigmentierung oder spezifische Anomalien der ZĂ€hne, nicht zum ĂŒblichen klinischen Spektrum des Alterns. Ob diese Symptome die Konsequenz der gleichen pathophysiologischen Mechanismen bei CS wie bei normalem Altern sind, ist nicht geklĂ€rt.cite-ref-2-3-27[3]
Klassifizierung
In der Literatur wird aufgrund des variablen Beginns und der unterschiedlichen Schwere der Symptome hĂ€ufig zwischen drei verschiedenen Typen des Cockayne-Syndroms unterschieden. Es hat sich jedoch als schwierig erwiesen, die einzelnen CS-Typen eindeutig und klar voneinander abzugrenzen, weswegen sich CS eher als kontinuierliches Spektrum beschreiben lĂ€sst. FĂŒr die Diagnose, die Prognose und fĂŒr klinischen Studien scheint eine Klassifizierung dennoch sinnvoll, um Betroffene in weitgehend homogene Gruppen einteilen zu können.cite-ref-2-3-28[3] Aber auch innerhalb dieser Gruppen wurden unterschiedliche Schweregrade beschrieben und einzelne Individuen lassen sich nicht immer eindeutig einem bestimmten Typ zuordnen. FĂŒr alle Typen gilt, dass nach einer anfĂ€nglichen Entwicklung und Zunahme von FĂ€higkeiten und Fertigkeiten, diese sich auf einem bestimmten Level einpendeln und anschlieĂend ein Verlust von Kompetenzen und FĂ€higkeiten folgt.cite-ref-3-5-6[5]
Typ I oder klassisches CS, auch moderates/gemĂ€Ăigtes CS:
Nach der Geburt sind Gewicht, Kopfumfang und GröĂe in der Regel normal oder im unteren normalen Bereich. WĂ€hrend des ersten oder zweiten Lebensjahrs flacht die Wachstumskurve zunehmend ab und fĂŒhrt zu der fĂŒr CS typischen kleinen Statur, Mikrozephalie und geringem Körpergewicht. Betroffene erreichen ĂŒblicherweise die frĂŒhen Meilensteine der Entwicklung wie sich drehen, sitzen und selbststĂ€ndiges Essen. Die motorische und geistige Entwicklung ist jedoch ĂŒblicherweise verzögert. Einzelne weniger stark betroffene Individuen lernen frei zu laufen, wĂ€hrend andere nicht oder nur wenige Schritte gehen können. Progrediente Beugekontrakturen, Skoliose, Kyphose, Ataxie und Tremor können die motorische Entwicklung behindern und die FĂ€higkeit zu gehen und zu stehen geht hĂ€ufig mit Fortschreiten der Erkrankung wieder verloren. Auch die Sprachentwicklung beginnt in der Regel spĂ€ter als ĂŒblich. StĂ€rker Betroffene erlernen hĂ€ufig nur wenige Wörter, wĂ€hrend weniger stark betroffene Individuen kurze SĂ€tze zu bilden oder sich gut mit Zeichen verstĂ€ndigen können. Die PubertĂ€t beginnt in der Regel zum ĂŒblichen Zeitpunkt.cite-ref-3-5-7[5]
Typ II oder early-onset CS (frĂŒher Beginn), auch schwerwiegendes/schweres CS:
Wachstum und Gewichtszunahme sind im Vergleich zu den anderen Typen am stĂ€rksten beschrĂ€nkt und erreichen ein frĂŒhes Plateau. In manchen FĂ€llen wird ein zu geringes Wachstum (SGA oder IUGR) und/oder Mikrozephalie bereits in der Schwangerschaft beobachtet. Besondere Merkmale sind unter anderem frĂŒh auftretende und zunehmende Probleme bei der Nahrungsaufnahme, Schluckbeschwerden und eine eingeschrĂ€nkte Entwicklung von motorischen und geistigen FĂ€higkeiten. Sehr stark Betroffene können sich nicht vom RĂŒcken auf den Bauch drehen und erlernen weder sitzen, noch krabbeln. SchwĂ€cher betroffene Individuen erreichen diese ersten Meilensteine, verlieren die FĂ€higkeit frei zu sitzen in der Regel wieder. Das Ausbleiben des Lernens oder der Verlust dieser grundlegenden motorischen Fertigkeiten wird auch durch die SchwĂ€che des Rumpfes, eine gesteigerte Spannung in den Armen und insbesondere den Beinen, fortschreitende Kontrakturen der Gelenke und Kyphose begĂŒnstigt. Die Sprachentwicklung ist in der Regel sehr beschrĂ€nkt, manche weniger stark Betroffene erlernen einzelne Wörter oder Zeichen.cite-ref-3-5-8[5]
Typ III oder mildes/atypisches CS:
Der Beginn erster Symptome, Krankheitsverlauf und Lebenserwartung variieren in dieser Gruppe am stĂ€rksten zwischen den einzelnen betroffenen Individuen. Die anfĂ€ngliche Entwicklung ist in der Regel unauffĂ€llig und erste Symptome treten erst nach dem 3. Lebensjahr auf. KörpergröĂe und Gewicht können bis in das erste Lebensjahrzehnt hinein normal oder sogar ĂŒber dem Durchschnitt liegen. Der Kopfumfang kann zwar etwas verringert, aber dennoch in der normalen statistischen Bandbreite wachsen, bleibt jedoch schlieĂlich hinter dem Wert der durchschnittlichen Bevölkerung zurĂŒck. Das Wachstum des Kopfes stoppt ĂŒblicherweise zwischen dem 7. und 10. Lebensjahr. Dass dieser Typ als selten bzw. atypisch gilt, könnte daran liegen, dass Betroffene potentiell hĂ€ufiger eine spĂ€te oder sogar keine CS Diagnose bekommen. Durch eine relativ normale motorische Entwicklung können Betroffene laufen und bis auf wenige Ausnahmen rennen und sportliche AktivitĂ€ten ausĂŒben. Die Entwicklung feinmotorischer Fertigkeiten ist jedoch hĂ€ufig durch das frĂŒhe Auftreten eines Tremors eingeschrĂ€nkt. Die Betroffenen lernen in der Regel in ganzen SĂ€tzen sprechen sowie lesen und schreiben. Jedoch ist die geistige Entwicklung oftmals eingeschrĂ€nkt und es wird von kognitiven Defiziten und verminderter Intelligenz berichtet. Die PubertĂ€t tritt zum ĂŒblichen Zeitpunkt auf und es wurden vereinzelt erfolgreiche Schwangerschaften dokumentiert. Nach der anfĂ€nglich normal erscheinenden Entwicklung beginnt das Wachstum und die Gewichtszunahme zu stagnieren und es treten hĂ€ufig ein Verlust des Appetits und zunehmende Schluckbeschwerden auf. Wenn die Erkrankung voranschreitet, kommt es zu einem RĂŒckgang der motorischen und geistigen FĂ€higkeiten und es treten andere CS typische Symptome wie teilweiser oder vollstĂ€ndiger Hörverlust und Sehminderung in Erscheinung.cite-ref-3-5-9[5] Auch von einer frĂŒhen Demenz, typischerweise nach dem 30. Lebensjahr, wurde berichtet.cite-ref-2-3-29[3]
Diese klassischen Subtypen wurden von verschiedenen Autoren um zwei weitere Typen erweitert. So kann das COFS-Syndrom als besonders schwere Variante des CS-Syndroms angesehen werden, bei welcher sich die Symptome bereits vor der Geburt manifestieren. Daneben gibt es Individuen, bei welchen erste Symptome erst im Erwachsenenalter auftreten und es wurden FĂ€lle beschrieben, bei welchen eine CSB-Mutation festgestellt wurde, aber abgesehen von einer ungewöhnlich starken SensitivitĂ€t fĂŒr UV-Licht (UV-sensitives Syndrom) keine anderen fĂŒr das CS-Syndrom typischen Symptome auftreten Diese beiden Varianten können als ExtremfĂ€lle innerhalb eines kontinuierlichen CS-Spektrums angesehen werden.cite-ref-2-3-30[3]cite-ref-3-5-10[5]
Es ist nicht geklĂ€rt, ob eine Beziehung zwischen Genotyp und PhĂ€notyp besteht, also ob eine Mutation auf dem CSA- oder CSB-Gen die Entstehung eines bestimmten klinischen Krankheitsbildes bzw. Typs begĂŒnstigt. Bei stĂ€rker und frĂŒher Betroffenen scheinen jedoch etwas hĂ€ufiger eine CSB Mutation und bei schwĂ€cher Betroffenen eine CSA-Mutation vorzuliegen.cite-ref-2-3-31[3] Es könnten auch andere genetische und/oder Umweltfaktoren dabei eine Rolle spielen, welcher Schweregrad des CS PhĂ€notyps sich bei einem einzelnen Individuen manifestiert.cite-ref-0-1-2[1]cite-ref-2-3-32[3]cite-ref-16[16]
Es wurde angemerkt, dass fĂŒr die Familien der Betroffenen eine Klassifizierung nicht unbedingt sinnvoll ist, da der Verlauf bei einzelnen Individuen sehr unterschiedlich sein kann (z. B. frĂŒher Beginn, jedoch eher langsames Voranschreiten der Symptome) und eine Zuteilung des erkrankten Kindes zu einem der beschriebenen Typen potentiell Unsicherheit hervorruft.cite-ref-1-2-15[2]
Diagnose
PhotosensibilitĂ€t der Haut galt lange als das wichtigste diagnostische Kriterium. Vor der Entdeckung der fĂŒr CS bedeutsamen Gene (CSA und CSB) Mitte der 1990er Jahre wurde auf molekularer Ebene ausschlieĂlich die Testung der SensitivitĂ€t der Fibroblasten auf UV-C-Bestrahlung als Nachweis fĂŒr eine CS-Erkrankung genutzt. Allerdings wurde die Rolle dieses Merkmals infrage gestellt und es wurde angemerkt, dass durch die alleinige Nutzung dieses Verfahrens als diagnostisches Kriterium einige FĂ€lle in der Vergangenheit potentiell ĂŒbersehen wurden. In einer Untersuchung zeigte sich, dass nur etwa ein Drittel der betroffenen Individuen unter einer ausgeprĂ€gten PhotosensibilitĂ€t litten und etwa 1/5 keine Zeichen fĂŒr PhotosensibilitĂ€t zeigten.cite-ref-1-2-16[2] Dies stimmt mit Berichten anderer Autoren ĂŒberein, welche von einer AuftretenshĂ€ufigkeit von PhotosensibilitĂ€t bei CS-Betroffenen von etwa zwei Dritteln bis drei Vierteln berichten.cite-ref-2-3-33[3]
Allgemein ist es oft schwierig, eine frĂŒhe Diagnose zu erhalten, da es sich um eine Erkrankung mit fortschreitendem Verlauf handelt und der Beginn sowie die AusprĂ€gung der einzelnen Symptome zwischen betroffenen Individuen sehr unterschiedlich sein kann. Es wurden von verschiedenen Autoren Listen von Kriterien erstellt, die zur Diagnostik herangezogen werden können.
| Diagnostische Kriterien | Nance und Berry, 1992 [ 1 ] | Laugel, 2013 [ 3 ] * | Wilson, 2016 [ 2 ] ** |
|---|---|---|---|
| Hauptkriterien mĂŒssen zwingend vorliegen | - Entwicklungsverzögerung - Wachstumsstörung/Minderwuchs | - Entwicklungsverzögerung - Progrediente Wachstumsstörung - Progrediente Mikrozephalie | - Wachstumsstörung - Mikrozephalie |
| Nebenkriterien (mindestens 3 von 5 / mindestens 3 von 5 / mindestens 2) | - Lichtempfindlichkeit der Haut - Netzhautdegeneration ( Retinitis pigmentosa ) und/oder Katarakt - Schallempfindungsschwerhörigkeit (sensorineurale Schwerhörigkeit) - Karies - Kachektischer Kleinwuchs | - Lichtempfindlichkeit der Haut - Netzhautdegeneration ( Retinitis pigmentosa ) und/oder Katarakt - Schallempfindungsschwerhörigkeit (sensorineurale Schwerhörigkeit) - Zahnschmelzhypoplasie - Eingesunkene Augen ( Enophthalmie ) | - Anhaltend kalte HĂ€nde und FĂŒĂe - Bilateraler Gehhörverlust - Lichtempfindlichkeit der Haut - (Intensions-) Tremor - Kontrakturen der Gelenke - Fortschreitender Verlust von subkutanem Fettgewebe - Katarakt - typische Gesichtsmerkmale |
| Ausschlusskriterien / CS Diagnose in Frage stellende Kriterien | - Fehlende Mikrozephalie | - Fehlbildung von Herz oder Nieren | |
*Laugel, 2013: ZusĂ€tzlich können folgende Ergebnisse bildgebender Verfahren hilfreich fĂŒr die Diagnosestellung sein: Hypomyelinisierung der weiĂen Substanz und Atrophie, Kleinhirnatrophie oder Hypoplasie und bilaterale Verkalkung des Putamen.
**Wilson, 2016: Entwicklungsverzögerung allein scheint ein eher schwaches Kriterium fĂŒr die Diagnostik darzustellen, insbesondere fĂŒr Betroffene mit einem spĂ€ten Beginn erster Symptome. Bei Vorliegen der zwei Hauptkriterien und mindestens zwei der Nebenkriterien sollte wenn möglich direkt eine DNA-Analyse erfolgen, da fĂŒr die Untersuchung der Erholung der RNA-Synthese der Fibroblasten nach UV-Bestrahlung eine Biopsie der Haut vorgenommen werden muss und das Ergebnis nicht immer eindeutig ist. Eine molekulargenetische Testung erfordert einen weniger invasiver Eingriff (Blut oder Speichelprobe) und liefert einen eindeutigen Befund.
Behandlung
Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: 2020) gibt es keine ursĂ€chliche Behandlung fĂŒr die Erkrankung. Behandlungen zielen auf die Erhaltung einer möglichst hohen LebensqualitĂ€t fĂŒr CS-Betroffenen ab und dienen der Vermeidung und Linderung schmerzhafter Symptome.
Im Fokus stehen dabei meist die reduzierte Gewichtszunahme, Hör- und Sehminderung, eine physiotherapeutische Behandlung und Versorgung mit Hilfsmitteln.
Reduzierte Gewichtszunahme
Das Wachstum und die Gewichtszunahme von Kindern mit CS fĂ€llt hĂ€ufig bereits bevor eine Diagnose gestellt wurde unter die altersentsprechenden Perzentilen. Wenn eine Diagnose vorliegt, sollte bei der Entscheidung welche MaĂnahmen ergriffen werden berĂŒcksichtigt werden, dass eine geringe Gewichtszunahme und ein eingeschrĂ€nktes Wachstum ein grundlegender, nicht verĂ€nderbarer Teil der Erkrankung ist und die Entscheidung zu einer ergĂ€nzende Nahrungszufuhr sollte sich nach dem klinischen Status des Individuum richten.cite-ref-1-2-18[2] Es wurden spezielle Wachstums- und Gewichtskurven fĂŒr Kinder mit Cockayne-Syndrom veröffentlicht, welche fĂŒr die EinschĂ€tzung ob und inwiefern eine Intervention notwendig ist, herangezogen werden können.cite-ref-8-15-1[15]
Schluckschwierigkeiten sind hĂ€ufig, besonders bei neurologisch stĂ€rker betroffenen Individuen und im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann Appetitlosigkeit auftreten. In manchen FĂ€llen können daher NahrungsergĂ€nzungsmittel wie normo- oder hochkalorische Trinknahrung hilfreich sein.cite-ref-3-5-11[5] Besonders bei jungen Betroffenen kann es zu wiederkehrendem Erbrechen kommen, was eine wiederholte Gabe von kleinen Mengen erfordert.cite-ref-2-3-35[3] Bei sehr schwer Betroffenen oder im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann eine transnasale Magensonde oder eine PEG-Sonde hilfreich fĂŒr die Betroffenen sein.cite-ref-1-2-19[2]cite-ref-2-3-36[3] Diese erleichtert ebenfalls die Gabe von Medikamenten. Ein bereits begonnener Abbau von subkutanem Fettgewebe kann durch eine Steigerung der Nahrungszufuhr oder der Menge an Nahrungsenergie nicht aufgehalten werden. In diesem Stadium der Erkrankung scheint der Magen Schwierigkeiten damit zu haben, sich einer gesteigerte Nahrungsmenge anzupassen, was wiederum zu Erbrechen fĂŒhren kann. Eine Steigerung der Nahrungsmenge sollte daher nur mĂ€Ăig und gut ĂŒberwacht stattfinden.cite-ref-1-2-20[2] Bei kalorimetrischen Messungen in einer noch nicht publizierten Studiecite-ref-17[17] (Stand:2020) wurde beobachtet, dass fĂŒr viele Betroffene ein verringerter Energiebedarf besteht (bis zu 1/3 weniger als fĂŒr die entsprechende Gewichts bzw. Altersklasse ĂŒblich) und daher die Hypothese ĂŒberprĂŒft, dass CS-Betroffene generell einen verminderten Stoffwechsel (Hypometabolismus) haben.
Verdauung
CS-Betroffene leiden hĂ€ufig unter Verdauungsstörungen, welche sich sowohl in Form von Obstipation als auch dĂŒnnen StĂŒhlen Ă€uĂern kann. Ersteres kann medikamentös gut in den Griff bekommen werden. Bei wiederkehrenden DurchfĂ€llen ist auf einen Ausgleich des erhöhten FlĂŒssigkeitsverlust und die Gefahr des Auftretens einer Windeldermatitis zu achten.
Hör- und Sehschwierigkeiten
Welche Behandlung bei Auftreten von Hör- und Sehschwierigkeiten sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden. HĂ€ufig werden CS-Betroffene mit HörgerĂ€ten versorgt, in manchen FĂ€llen auch mit Cochlea-Implantaten. Katarakte können operativ entfernt werden. Je nach augenĂ€rztlichem Befund kann eine Brille verordnet werden. Generell wird empfohlen die Augen durch das Vermeiden direkter Sonne und das Tragen einer Sonnenbrille im Freien zu schĂŒtzen.cite-ref-1-2-21[2]
Physiotherapeutische und orthopÀdische Behandlung
Aufgrund der hĂ€ufig auftretenden Probleme des Bewegungsapparats ist eine regelmĂ€Ăige physiotherapeutische und orthopĂ€dische Begutachtung sinnvoll. Eine physiotherapeutische Behandlung sollte an die spezifischen Probleme des einzelnen Individuums angepasst stattfinden, um der Verschlechterung der Beweglichkeit, dem Muskelabbau und der Versteifung der Gelenke und Muskeln entgegenzuwirken. Der Einsatz von Hilfsmitteln wie Orthesen, Therapiestuhl, Reha-Buggy und StehstĂ€nder zur UnterstĂŒtzung der Behandlung und zur Erleichterung des Alltags, sollte auf den Bedarf der Betroffenen abgestimmt werden.
Kontrakturen der Beine können auch zu Problemen mit der HĂŒfte fĂŒhren, wodurch die Pflege von betroffenen Kindern erschwert werden kann (z. B. das Wickeln durch eine Abspreizhemmung der Beine). Durch eine geeignete physiotherapeutische Behandlung und den Einsatz von Hilfsmitteln kann diesem Problem frĂŒhzeitig entgegengewirkt werden. Teilweise fĂŒhrte der Einsatz von Botox-Injektionen in die Beinecite-ref-3-5-12[5] oder Operationen zu einer Erleichterung dieses Problems. Die zu erwartenden Vorteile invasiver MaĂnahmen sollte aber sehr gut abgewĂ€gt und nur wenn unbedingt erforderlich durchgefĂŒhrt werden.cite-ref-1-2-22[2]cite-ref-2-3-37[3]
Lichtempfindlichkeit der Haut
Auch fĂŒr die eventuell vorhandene PhotosensibilitĂ€t der Haut gibt es keine ursĂ€chliche Behandlung. Bei besonders stark betroffenen Individuen sollten geeignete prĂ€ventive und therapeutische MaĂnahmen mit den behandelnden Ărzten/Ărztinnen besprochen werden. FĂŒr leichter betroffene Individuen sind in der Regel einfache MaĂnahmen wie geeigneter Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung, das Tragen eines Sonnenhuts und Sonnencreme ausreichend.cite-ref-1-2-23[2]
Tremor
Durch frĂŒhes Auftreten eines Intensionstremors können die feinmotorische Entwicklung, AktivitĂ€ten wie Spielen oder Essen und so die gesamte LebensqualitĂ€t beeintrĂ€chtigt sein. Es wurde von guten Reaktionen auf Levodopa / Carbidopa berichtet.cite-ref-1-2-24[2] Ob eine medikamentöse Behandlung in Frage kommt, muss individuell entschieden werden.
Dentale Probleme
Es wurde beobachtet, dass CS-Betroffene hĂ€ufig unter Karies leiden. Dies könnte eventuell die Folge einer Zahnschmelzhypolasie, vermindertem Speichelfluss, gastroösophagealem Reflux, vermehrtem Erbrechen oder schlechter dentaler Hygiene aufgrund der neurologischen BeeintrĂ€chtigung sein.cite-ref-2-3-38[3] UnabhĂ€ngig von der Ursache ist es wichtig zu wissen, dass Karies unbehandelt zu EntzĂŒndungen mit starken Schmerzen fĂŒhren kann und es sinnvoll ist, den Zustand der ZĂ€hne regelmĂ€Ăig begutachten zu lassen und gegebenenfalls frĂŒhzeitig MaĂnahmen zur Vorbeugung oder Behandlung zu ergreifen.
Empfehlungen fĂŒr die Ă€rztliche Betreuung
In Deutschland wird die fortlaufende Betreuung von betroffenen Kindern idealerweise, zusĂ€tzlich zu einem/einer niedergelassenen Kinderarzt/-Ă€rztin, durch ein wohnortnahes sozialpĂ€diatrisches Zentrum (SPZ) ĂŒbernommen. Es wird empfohlen, in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden folgende Untersuchungen durchzufĂŒhren, um den Verlauf zu beobachten und gegebenenfalls rechtzeitig geeignete MaĂnahmen fĂŒr eine Behandlung ergreifen zu können:cite-ref-1-2-25[2]cite-ref-4-18-0[18]
| System | Untersuchung | HĂ€ufigkeit |
|---|---|---|
| ErnÀhrung | Begutachtung des ErnÀhrungszustandes | HalbjÀhrlich |
| Augen | Katarakte und Retinopathie | HalbjĂ€hrlich bis zum 4. Lebensjahr, anschlieĂend jĂ€hrlich |
| Gehör | Dem Alter angepasste Hörtests | JÀhrlich |
| Klinische Untersuchungen von Herz-Kreislauf-System, Leber, Nieren, Stoffwechsel | - Blutdruck, weitere Untersuchungen wenn symptomatisch - Leberenzyme - Nierenfunktion; HarnsÀure & Proteinurie - Blutzuckerwerte (ab dem 10. Lebensjahr) | JÀhrlich |
| Nervensystem | Neurologische/NeuropÀdiatrische Begutachtung | HalbjÀhrlich |
| Bewegungsapparat | OrthopÀdische und physiotherapeutische Begutachtung | HalbjÀhrlich/JÀhrlich |
Medikamente und stationÀre Behandlung
Es wurde beobachtet, dass die Gabe von Metronidazol akutes Leberversagen hervorruft, welches tödlich verlaufen kann.cite-ref-19[19] Auch verwandte Antibiotika sollten vorsichtshalber vermieden werden.cite-ref-1-2-26[2]
In einzelnen FĂ€llen wurde von einer ausgeprĂ€gten Reaktion auf Sedativa und Opioide berichtet â diese reicht von Atemdepression bis zu emotionaler Abstumpfung ĂŒber mehrere Tage nach der Gabe von Kodein. FĂŒr Opioide wird empfohlen, wenn nötig, mit einem Drittel der regulĂ€ren Dosis zu beginnen.cite-ref-1-2-27[2]
Andere Medikamente sollten stets nach Gewicht und nicht nach Alter dosiert werden.cite-ref-1-2-28[2]
Die meisten CS-Betroffenen haben eine schlechte periphere Durchblutung und es kann schwierig sein, einen Venenzugang zu legen; daher empfiehlt es sich, dass dies nur von besonders erfahrenen Personen durchgefĂŒhrt wird.cite-ref-1-2-29[2] Es wurde auch von Problemen bei der Intubation berichtet.cite-ref-0-1-4[1] Wenn möglich, sollten Erwachsene mit CS aufgrund der kleinen Statur und des geringen Gewichts (oftmals nur 10â17 kgcite-ref-3-5-13[5]cite-ref-5-20-0[20]) in einer pĂ€diatrischen Abteilung behandelt werden.cite-ref-1-2-30[2]
Eine zu hohe intravenöse bzw. rasch ansteigende FlĂŒssigkeitsgabe kann zu einer ĂberwĂ€sserung mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen fĂŒhren.cite-ref-21[21] Es empfiehlt sich, die intravenöse FlĂŒssigkeitsgabe nicht nach Alters- bzw. Gewichtstabellen, sondern an der vorherigen FlĂŒssigkeitsaufnahme zu orientieren und eine Steigerung der FlĂŒssigkeitszufuhr nur sehr langsam und gut ĂŒberwacht durchzufĂŒhren.
Zur EinschĂ€tzung des ErnĂ€hrungszustandes wurden Wachstums- und Gewichtskurven fĂŒr Kinder mit Cockayne-Syndrom veröffentlicht.cite-ref-8-15-2[15]
Prognose
Durch den progressiven Verlauf der Erkrankung und fehlende Behandlungsmöglichkeiten der Ursache von CS ist die Lebenserwartung betroffener Individuen unterschiedlich stark eingeschrĂ€nkt. Aufgrund der hohen VariabilitĂ€t ist es schwierig, eine pauschale Prognose fĂŒr einzelne Individuen zu geben.
In einem systematischen Review von 1992 betrug das durchschnittliche Alter von 37 Betroffenen zum Zeitpunkt des Todes 12 Jahre; von diesen wurden drei Betroffene weniger als 2 Jahre und zwei Betroffene Ă€lter als 30 Jahre alt;cite-ref-0-1-5[1] in einer Erhebung von 2016 betrug das durchschnittliche Alter von 28 Betroffenen zum Zeitpunkt des Todes 8,4 Jahre mit einer Bandbreite von 17 Monaten bis 30 Jahren.cite-ref-1-2-31[2] In beiden Untersuchungen zeigte sich das Auftreten von Katarakten vor dem dritten Lebensjahr als wichtigster prognostischer Faktor fĂŒr eine geringe Lebenserwartung. In einer anderen Untersuchung mit 45 Individuen zeigte sich jedoch kein solcher Zusammenhang; obwohl Katarakte hĂ€ufiger bei schwer betroffenen Individuen auftraten, hatten zwei der Ă€ltesten Studienteilnehmenden (42 und 44 Jahre) bereits bei der Geburt Katarakte.cite-ref-3-5-14[5]
AufgeschlĂŒsselt nach den drei verschiedenen Schweregraden von CS wurde die durchschnittliche Lebenserwartung fĂŒr Betroffene des Typ I mit 16,1 Jahren (Bandbreite 11â22 Jahre), des Typ II mit 5 Jahren (Bandbreite 0,6â11 Jahre) und des Typ III mit 30,3 Jahren (Bandbreite 22â42 Jahre) berichtet.cite-ref-3-5-15[5] In der Literatur gibt es jedoch auch Berichte von leicht betroffenen Individuen die 50 Jahre und Ă€lter wurden.cite-ref-5-20-1[20]
Zu den vielfÀltigen Todesursachen gehören Pneumonie/Atemwegserkrankungen, Atemstillstand, Nieren- oder Leberversagen, Herzversagen, Komplikationen bei KrampfanfÀllen, Schlaganfall und weitere Komplikationen der verschiedenen Symptome Erkrankung.cite-ref-2-3-39[3]cite-ref-3-5-16[5]cite-ref-6-22-0[22]
HĂ€ufigkeit
Die AuftretenshĂ€ufigkeit (Inzidenz) von CS in Westeuropa wird auf 2,7 pro eine Million Geburten geschĂ€tzt, könnte jedoch höher liegen.cite-ref-7-23-0[23] Ein Grund fĂŒr eine mögliche UnterschĂ€tzung der AuftretenshĂ€ufigkeit in der Vergangenheit könnte allgemein an der Weiterentwicklung diagnostischer Verfahren liegencite-ref-7-23-1[23] und darin, dass die PhotosensibilitĂ€t der Haut lange als wichtigstes diagnostisches Merkmal galt, wodurch einige FĂ€lle ohne dieses Merkmal möglicherweise ĂŒbersehen wurden.cite-ref-1-2-32[2] Auch fĂŒr FĂ€lle mit einem spĂ€ten Beginn erster Symptome kann es vorkommen, dass CS als die Ursache der Symptome lange unerkannt bleibt.cite-ref-3-5-17[5]
In einer Untersuchung in Japan wurde die PrÀvalenz auf 1 zu 2,5 Millionen geschÀtzt.cite-ref-6-22-1[22] Weibliche und mÀnnliche Individuen sind gleich hÀufig betroffen und CS ist weltweit verbreitet, wobei teilweise regionale HÀufungen beobachtet wurden.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]
Risiko fĂŒr Familienangehörige
Die Eltern von betroffenen Kindern sich heterozygote TrĂ€ger fĂŒr eine pathogene Variante des CSA/ERCC8- oder CSB/ERCC6-Gens. Sie sind asymptomatisch und haben kein Risiko selbst die Erkrankung zu entwickeln. Die Geschwister von Betroffenen und die Geschwister der Eltern haben ein 50 %iges Risiko selbst asymptomatische TrĂ€ger zu sein. 25 % der Geschwister von Betroffenen sind selbst nicht betroffen und auch keine TrĂ€ger. Es ist nicht bekannt, dass CS-Betroffene vom Typ I oder II selbst Kinder bekommen haben. Die Kinder von CS-Betroffenen vom Typ III sind zu 100 % heterozygote TrĂ€ger fĂŒr eine pathogene Variante des CSA/ERCC8- oder CSB/ERCC6-Gens.cite-ref-4-18-1[18]
Forschung
Die Erkrankung und ihre Ursachen hat in den letzten Jahrzehnten in Fachkreisen an Aufmerksamkeit gewonnen. In Deutschland wird aktuell daran geforscht, ob die Gabe kĂŒnstlich hergestellter Chaperone, den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.cite-ref-26[26]cite-ref-27[27] Bisher wurde dies jedoch erst an MĂ€usen getestet und es gibt keine klinischen Studien am Menschen (Stand 2020).
Die von Eltern eines betroffenen Jungen ins Leben gerufene und durch Spenden finanzierte Stiftung âRiaan Research Initiativeâcite-ref-30[30] forsch unter anderem an einer Gentherapie fĂŒr die Behandlung von CSA.
Weitere Informationen
âą Amy and friends ist ein britisches Netzwerk fĂŒr Betroffene, deren Familien und Angehörige von Cockayne-Syndrome und Trichothiodystrophy.cite-ref-31[31]
âą Share and Care Cockayne Syndrome Network ist ein US-amerikanisches Netzwerk fĂŒr Betroffene, deren Familien und Angehörige.cite-ref-32[32]
Beide Netzwerke veranstalten regelmĂ€Ăig Konferenzen fĂŒr Familien, deren Angehörige und behandelnde Fachleute mit internationalen GĂ€sten.
Auf der Homepage der gemeinnĂŒtzigen Organisation National Initiative for Cockayne Syndrome wurde im Januar 2021 je ein Handbuch fĂŒr Eltern und Pflegende von Kindern mit CS sowie ein Handbuch fĂŒr Gesundheitsdienstleistende in englischer Sprache veröffentlicht.cite-ref-33[33]
Differentialdiagnose
Literatur
âą G. Hirschfeld, M. Berneburg, C. Arnim u. a.: Progeroid-Syndrome: Klinik und Molekularbiologie der vorzeitigen Alterung. In: Deutsches Ărzteblatt. Band 104, Nummer 6, 2007, S. A-346 / B-305 / C-292
âą X. Yuan, W. Feng u. a.: Activation of RNA polymerase I transcription by cockayne syndrome group B protein and histone methyltransferase G9a. In: Molecular cell. Band 27, Nummer 4, August 2007, S. 585â595, ISSN 1097-2765. doi:10.1016/j.molcel.2007.06.021. PMID 17707230.
âą C. Ovaert, A. Cano, B. Chabrol: Aortic dilatation in Cockayne syndrome. In: American journal of medical genetics. Part A. Band 143A, Nummer 21, November 2007, S. 2604â2606, ISSN 1552-4825. doi:10.1002/ajmg.a.31986. PMID 17935247.
Weblinks
âą Eintrag zu Cockayne-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank fĂŒr seltene Krankheiten)
âą Cockayne-Syndrom Typ A. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
âą Cockayne-Syndrom Typ B. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
âą Cockayne-Syndrom Typ C. In: Online Mendelian Inheritance in Man. (englisch)
âą cockaynesyndrome.org
âą Genes and Disease: Artikelsammlung
âą Long-range four-stranded DNA structures found to play a roâle in rare ageing disease, auf: EurekAlert! vom 6. Dezember 2021 â ĂŒber CSB und G-Quadruplex (englisch)
Einzelnachweise
cite-note-1-22. â Brian T. Wilson, Zornitza Stark, Ruth E. Sutton, Sumita Danda, Alka V. Ekbote: The Cockayne Syndrome Natural History (CoSyNH) study: clinical findings in 102 individuals and recommendations for care. In: Genetics in Medicine. Band 18, Nr. 5, Mai 2016, ISSN 1530-0366, S. 483â493, doi:10.1038/gim.2015.110, PMID 26204423.
cite-note-44. â L. Pasquier, V. Laugel, L. Lazaro, H. Dollfus, H. Journel: Wide clinical variability among 13 new Cockayne syndrome cases confirmed by biochemical assays. In: Archives of Disease in Childhood. Band 91, Nr. 2, 1. Februar 2006, ISSN 0003-9888, S. 178â182, doi:10.1136/adc.2005.080473, PMID 16428367.
cite-note-1111. â Ajoy C. Karikkineth, Morten Scheibye-Knudsen, Elayne Fivenson, Deborah L. Croteau, Vilhelm A. Bohr: Cockayne syndrome: Clinical features, model systems and pathways. In: Ageing Research Reviews (= Monogenic Accelerated Aging Disorders with Perturbations to Normal DNA and Chromosome Function). Band 33, 1. Januar 2017, ISSN 1568-1637, S. 3â17, doi:10.1016/j.arr.2016.08.002, PMID 27507608.
cite-note-1212. â Morten Scheibye-Knudsen, Deborah L. Croteau, Vilhelm A. Bohr: Mitochondrial deficiency in Cockayne syndrome. In: Mechanisms of Ageing and Development (= Special Issue on the segmental progeria Cockayne syndrome). Band 134, Nr. 5, 1. Mai 2013, ISSN 0047-6374, S. 275â283, doi:10.1016/j.mad.2013.02.007, PMID 23435289.
cite-note-1313. â Seth A. Stafki, Johnnie Turner, Hannah R. Littel, Christine C. Bruels, Don Truong, Ursula Knirsch, Georg M. Stettner, Urs Graf, Wolfgang Berger, Maria Kinali, Heinz Jungbluth, Christina A. Pacak, Jayne Hughes, Amytice Mirchi, Alexa Derksen, Catherine Vincent-Delorme, Arjan F. Theil, GeneviĂšve Bernard, David Ellis, Hiva Fassihi, Alan R. Lehmann, Vincent Laugel, Shehla Mohammed, Peter B. Kang: The Spectrum of MORC2-Related Disorders: A Potential Link to Cockayne Syndrome. In: Pediatric Neurology. Band 141, 1. April 2023, ISSN 0887-8994, S. 79â86, doi:10.1016/j.pediatrneurol.2023.01.011 (sciencedirect.com [abgerufen am 11. April 2023]).
cite-note-1414. â AgnĂšs Bloch-Zupan, Morgan Rousseaux, Virginie Laugel, Matthieu Schmittbuhl, RĂ©my Mathis: A possible cranio-oro-facial phenotype in Cockayne syndrome. In: Orphanet Journal of Rare Diseases. Band 8, Nr. 1, 14. Januar 2013, ISSN 1750-1172, S. 9, doi:10.1186/1750-1172-8-9, PMID 23311583.
cite-note-8-1515. â Sarah Baer, Nicolas Tuzin, Peter B. Kang, Shehla Mohammed, Masaya Kubota: Growth charts in Cockayne syndrome type 1 and type 2. In: European Journal of Medical Genetics. Band 64, Nr. 1, Januar 2021, S. 104105, doi:10.1016/j.ejmg.2020.104105 (elsevier.com [abgerufen am 4. Februar 2021]).
cite-note-1717. â Metabolic Study of Cockayne Syndrome (METABO-CS). In: U.S. National Library of Medicine. 6. Februar 2017, abgerufen am 31. Mai 2020.
cite-note-4-1818. â Vincent Laugel: Cockayne Syndrome. In: GeneReviewsÂź. University of Washington, Seattle, Seattle (WA) 1993, PMID 20301516 (nih.gov [abgerufen am 31. Mai 2020]).
cite-note-5-2020. â Isabelle Rapin, Karen Weidenheim, Yelena Lindenbaum, Pearl Rosenbaum, Saumil N. Merchant: Cockayne Syndrome in Adults: Review With Clinical and Pathologic Study of a New Case. In: Journal of Child Neurology. Band 21, Nr. 11, November 2006, ISSN 0883-0738, S. 991â1006, doi:10.1177/08830738060210110101.
cite-note-2121. â Fluid overload | Share and Care Network. Abgerufen am 31. Mai 2020 (amerikanisches Englisch).
cite-note-7-2323. â Wim J. Kleijer, Vincent Laugel, Mark Berneburg, Tiziana Nardo, Heather Fawcett: Incidence of DNA repair deficiency disorders in western Europe: Xeroderma pigmentosum, Cockayne syndrome and trichothiodystrophy. In: DNA Repair. Band 7, Nr. 5, 3. Mai 2008, ISSN 1568-7864, S. 744â750, doi:10.1016/j.dnarep.2008.01.014.
cite-note-2424. â Morad Khayat, Hagar Hardouf, Joel Zlotogora, Stavit Allon Shalev: High carriers frequency of an apparently ancient founder mutation p.Tyr322X in the ERCC8 gene responsible for Cockayne syndrome among Christian Arabs in Northern Israel. In: American Journal of Medical Genetics Part A. 152A, Nr. 12, Dezember 2010, S. 3091â3094, doi:10.1002/ajmg.a.33746 (wiley.com [abgerufen am 9. Februar 2021]).
cite-note-2525. â Tzipora C. FalikâZaccai, Meital Laskar, Nechama Kfir, Wael Nasser, Hanoch Slor: Cockayne syndrome type II in a Druze isolate in Northern Israel in association with an insertion mutation in ERCC6. In: American Journal of Medical Genetics Part A. 146A, Nr. 11, 2008, ISSN 1552-4833, S. 1423â1429, doi:10.1002/ajmg.a.32309 (wiley.com [abgerufen am 9. Februar 2021]).
cite-note-2727. â Annika Bingmann: Cockayne-Syndrom: Altern wie im Zeitraffer Neuer Therapieansatz fĂŒr âkindliche Greiseâ. 8. Mai 2018, abgerufen am 31. Mai 2020.
cite-note-2828. â Björn Schumacher erhĂ€lt Eva Luise Köhler Forschungspreis 2019: Seltene Erkrankungen geben Einblick in Geheimnis des Alterns. 18. Februar 2019, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 31. Mai 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.cecad.uni-koeln.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-2929. â Was beim Cockayne Syndrom passiert. 15. Februar 2019, abgerufen am 31. Mai 2020.
cite-note-3030. â Home - Riaan Research Initiative. Abgerufen am 28. Februar 2023 (amerikanisches Englisch).
cite-note-3131. â amyandfriends.org
cite-note-3232. â cockaynesyndrome.org
cite-note-3333. â National Initiative for Cockayne Syndrome (NICS). Abgerufen am 4. Februar 2021.